Nanda Devi, Berggipfel im Bezirk Chamoli, Indien
Nanda Devi erhebt sich auf 7816 Meter Höhe und ist damit der zweithöchste Berg Indiens sowie der höchste, der vollständig innerhalb der indischen Grenzen liegt. Die Doppelgipfelstruktur besteht aus einem westlichen Hauptgipfel und einem etwas niedrigeren östlichen Gipfel, die durch einen Grat verbunden sind.
Eric Shipton und Bill Tilman durchquerten 1934 als erste Bergsteiger das schwer zugängliche innere Heiligtum rund um den Berg. Zwei Jahre später erreichten Tilman und Noel Odell den westlichen Gipfel und schrieben damit Geschichte als Erstbesteiger des höchsten bis dahin erklommenen Berges der Welt.
Der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Göttin des Glücks, während die beiden Gipfel traditionell als die Göttin und ihr Gemahl betrachtet werden. Pilger aus der ganzen Region verehren diesen Berg noch heute als heilige Stätte, obwohl der Zugang stark eingeschränkt ist.
Der gesamte Bereich liegt innerhalb des Nationalparks und darf seit mehr als vier Jahrzehnten nicht mehr betreten werden, um die Ökosysteme der Hochgebirgsregion zu schützen. Besucher können den Berg nur aus der Ferne von bestimmten Aussichtspunkten im Umland betrachten, wobei klare Wetterbedingungen erforderlich sind.
Eine amerikanische Spionageaktion in den 1960er Jahren verlor auf diesen Hängen ein plutoniumbetriebenes Überwachungsgerät, das bis heute nicht geborgen werden konnte. Die Vorrichtung sollte chinesische Raketentests überwachen und verschwand während eines Schneesturms in den Gletschern der Südseite.
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