Grinnell Glacier, Alpengletscher im Glacier-Nationalpark, Montana
Grinnell Glacier ist ein Gletscher im Glacier-Nationalpark in Montana, USA, der sich an der Nordflanke des Mount Gould auf einer Höhe von etwa 2100 Metern erstreckt. Die Eisfläche wird von steilen Bergwänden aus dunkelrotem Sedimentgestein umrahmt, und unterhalb des Gletschers liegt ein türkisfarbener See, der vom Schmelzwasser gespeist wird.
George Bird Grinnell, ein Naturforscher und Mitbegründer der Audubon Society, besuchte dieses Gebiet in den 1880er-Jahren und trug später dazu bei, dass der Nationalpark 1910 gegründet wurde. Der Gletscher trägt seinen Namen als Anerkennung für sein Engagement beim Schutz dieser Landschaft.
Die Blackfeet, ein indigenes Volk der Region, betrachten das Gebiet seit Jahrhunderten als Teil ihres angestammten Landes und pflegen bis heute eine enge Verbindung zu diesen Bergen. Ihr Wissen über das Eis und seine Veränderungen ergänzt die wissenschaftliche Beobachtung und wird in Bildungsprogrammen des Parks weitergegeben.
Der Weg zum Gletscher führt über etwa 12 Kilometer hin und zurück mit einem Höhenunterschied von rund 560 Metern, wobei Bootsverbindungen über Swiftcurrent Lake und Lake Josephine die erste Etappe verkürzen. Die Route ist von Juli bis September begehbar, wenn der Schnee zurückgegangen ist und die Boote verkehren.
Zwischen 1966 und 2005 verlor der Gletscher etwa vierzig Prozent seiner Fläche, was ihn zu einem der am besten dokumentierten Beispiele für den Rückgang des Eises in den Rocky Mountains macht. Forscher besuchen die Stelle regelmäßig, um Messungen vorzunehmen, die zeigen, wie schnell sich die Eisdecke verändert.
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