Ganvié, Seesiedlung in Sô-Ava, Benin
Ganvie ist eine Siedlung mit etwa 20.000 Menschen auf dem Nokoue-See, wo Bambushütten auf Stelzen über dem Wasser stehen und ein großes Netzwerk von wasserbasierten Häusern bilden. Der See ist der eigentliche Lebensraum, durchzogen von Kanälen und verbunden durch hölzerne Stege und Boote.
Der Tofinu-Stamm gründete diese Siedlung im 16. Jahrhundert auf dem See, um der Versklavung zu entkommen, da lokale Überzeugungen denen Schutz gaben, die auf Wasser lebten. Diese Flucht vor Verfolgung gestaltete einen ganz eigenen Lebensstil, der sich bis heute bewahrt hat.
Die Bewohner sprechen Tofinou und französisch und führen täglich ihre Fischerei durch, indem sie Netze und Unterwasserzäune nutzen. Das Leben hier dreht sich ganz um das Wasser, und man sieht überall Menschen, die ihre Boote steuern und Fische verkaufen.
Die Erkundung erfolgt ausschließlich per Boot, da es keine Straßen oder Wege über Land gibt und alle Gebäude auf Stelzen über dem Wasser stehen. Besucher sollten sich auf feuchte Bedingungen und schlüpfrige Oberflächen vorbereiten, und es ist ratsam, einen Führer zu engagieren, um die Kanäle sicher zu navigieren.
Eine erstaunliche Ausnahme ist eine einzige Fläche aus echtem Land, auf der eine Schule steht, während alles andere direkt aus dem See hervorgeht. Dieses kleine Stück Festland ist für die Gemeinde ein besonderer Ort, da Unterricht nicht auf schwimmenden Plattformen stattfindet.
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