Orinoco-Becken, Einzugsgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien
Das Orinoco-Becken erstreckt sich über Venezuela und Kolumbien und umfasst weitläufige Ebenen, alte Massive, erhöhte Gebirgsketten und tektonische Senken. Es bedeckt eine Fläche von etwa 990.000 Quadratkilometern und entwässert große Teile beider Länder in den Atlantik.
Die Quellgebiete des Orinoco wurden 1951 durch eine venezolanische Expedition unter Leitung von Frank Risquez Iribarren entdeckt, die bis zum Cerro Carlos Delgado Chalbaud vordrang. Diese Entdeckung beendete jahrhundertelange Spekulationen über den Ursprung des Flusses.
Der Name Orinoco stammt aus der Sprache der Warao und bedeutet so viel wie „ein Ort zum Paddeln
Das Flusssystem besteht aus etwa 200 größeren und 600 kleineren Zuflüssen, die sich in einem verzweigten Netz über weite Gebiete erstrecken. Große Teile der Ebenen sind während der Regenzeit überflutet, während in der Trockenzeit die Wasserstände deutlich zurückgehen.
Der Casiquiare-Kanal verbindet das Orinoco-System auf natürliche Weise mit dem Amazonasbecken und schafft so eine außergewöhnliche Verbindung zwischen zwei der größten Flusssysteme Südamerikas. Diese Verbindung ermöglicht einen direkten Wasseraustausch zwischen beiden Einzugsgebieten.
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