Marché en Fer, Eisenmarkt in Port-au-Prince, Haiti
Marché en Fer ist ein Gebäude aus gegossenem Eisen mit zwei großen Hallen, die durch ein zentrales Tor verbunden sind und vier Kuppeltürme tragen. Die Fassade wird von einer auffälligen Uhr geprägt, die über dem Haupteingang thront.
Die Metallstruktur wurde ursprünglich als Bahnhof für Kairo entworfen, bevor Präsident Florvil Hyppolite sie 1891 erwarb und nach Port-au-Prince brachte. Das Gebäude wurde damit zu einem Beispiel für europäische Industriearchitektur, die in die Karibik transplantiert wurde.
Der Markt teilt sich in zwei bereiche: im südlichen Trakt finden sich frische Lebensmittel, während der nördliche Bereich lokales Kunsthandwerk zeigt. Besucher sehen hier täglich, wie sich Einheimische zwischen diesen beiden Welten bewegen und ihre Einkäufe planen.
Das Gebäude öffnet morgens zeitig, wenn Händler ihre Waren auf Holztischen über die gesamte Handelszone verteilen. Besucher sollten mit dichtem Gedränge und lebhaftem Treiben rechnen, besonders in den frühen Stunden.
Nach dem Erdbeben von 2010 wurden beim Wiederaufbau Originalziegel aus beschädigten Strukturen in der Umgebung verwendet. Die Dachziegel wurden sogar vom ursprünglichen französischen Hersteller importiert, um die historische Authentizität zu bewahren.
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