Khawr Abd Allah, Grenzästuar zwischen Kuwait und Irak.
Khawr Abd Allah ist eine Flussmündung, die sich nordwestlich vom Persischen Golf zwischen Kuwait und dem Irak erstreckt. Sie verbindet sich mit dem Khawr az-Zubayr beim Hafen von Umm Qasr und wird von den Gezeiten des Golfs und des Shatt al-Arab geprägt.
Das Gebiet diente über Jahrhunderte als natürliche Grenzwasserstraße zwischen zwei Küstenregionen und prägte die lokale Geografie. Im Jahr 1991 rückte es während des Zweiten Golfkrieges in den Fokus, als Marinekräfte begannen, die Passage zu kontrollieren.
Das Ästuar unterstützt lokale Fischergemeinden in Kuwait und Irak mit wertvollen Ressourcen für traditionelle Seelebensmittel. Diese Gewässer sind seit Generationen ein wichtiger Lebensraum für Menschen, die vom Fischen leben.
Ein Besuch ist am besten in den ruhigeren Jahreszeiten sinnvoll, wenn die Gezeiten weniger stark sind und die Sicht auf das Wasser klarer ist. Da es sich um ein Grenzgewässer handelt, sollten Besucher die lokalen Zugangsregelungen vorher prüfen.
Die Mündung bildet die Küstenlinie zweier kleiner Inseln, die von Kuwait verwaltet werden, aber vom Irak beansprucht werden. Diese geografische Besonderheit macht sie zu einem seltenen Beispiel für ein umstrittenes Gewässer, das heute trotzdem befahren wird.
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