Dachstein-Rieseneishöhle, Naturdenkmal und Eishöhle auf 1406 Metern Höhe in Obertraun, Österreich.
Die Dachstein-Riesengletscher-Höhle ist eine natürliche Eishöhle in Obertraun in der Höhe von etwa 1.400 Metern, bekannt für ihre mächtigen Eismassen. Das Innere erstreckt sich über zwei Kilometer mit Eisformationen, die eine Dicke von bis zu 20 Metern erreichen.
Die Höhle wurde 1897 von Hirten entdeckt, die nach verlorenen Tieren suchten, und später von Hermann Bock und Georg Lahner in 1910 erforscht. Diese frühen Expeditionen führten zur ersten systematischen Dokumentation der unterirdischen Eisskulpturen.
Die Höhle ist Teil des UNESCO-Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut und zeigt Schichten aus der antiken Tethys-Zeit. Besucher sehen hier, wie die Geologie diesen Gebirgsraum über Millionen von Jahren geformt hat.
Der Zugang erfolgt über die Dachstein-Krippenstein-Seilbahn zur Station Schönbergalm, von wo aus ein kurzer Fußweg zum Eingang führt. Die Höhle ist ganzjährig zugänglich, aber warme Kleidung ist wegen der kalten Temperaturen im Inneren erforderlich.
Die Eismassen in der Höhle enthalten etwa 13.000 Kubikmeter gefrorenes Wasser, wobei einzelne Schichten nach Pollenanalysen etwa 500 Jahre alt sind. Dieses alte Eis ermöglicht einen Blick auf Klimabedingungen aus weit zurückliegenden Zeiten.
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