Theater in der Josefstadt, Theater in Josefstadt, Wien, Österreich
Das Theater in der Josefstadt nimmt ein hohes weißes Gebäude im 8. Wiener Gemeindebezirk ein; seine flache Fassade zeigt im Erdgeschoss bogige Portale und über dem Eingang die Aufschrift „THEATER IN DER JOSEFSTADT“. Reihen rechteckiger, dünn gerahmter Fenster ziehen sich über die Obergeschosse, an der Fassade hängen Banner. Den Zuschauerraum ließ Gustav Orglmeister 1923/24 für Max Reinhardt nach dem Vorbild des Teatro La Fenice in Venedig umgestalten.
Der Schauspieler Karl Mayer gründete das Theater Ende Oktober 1788 im Hinterhof einer Gastwirtschaft in der Kaiserstraße 93; es ist damit das älteste noch bespielte Theater Wiens. Nach dem Abriss des zu klein gewordenen Hauses baute Joseph Kornhäusel es 1822 neu auf, die Wiedereröffnung leitete Beethoven mit seiner Ouvertüre Die Weihe des Hauses. 1924 übernahm Max Reinhardt das Haus nach einem von Camillo Castiglioni finanzierten Umbau.
Das Theater zeigt regelmäßig Klassiker und moderne Dramen, die von Wiener Publikum besucht werden. Die Aufführungen prägen seit langem das kulturelle Leben in diesem Stadtteil.
Das Theater liegt im 8. Bezirk von Wien und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Besucher können vor Ort an einer Besichtigung teilnehmen oder sich an der Box Office über Vorstellungen informieren.
Am 14. Jänner 1847 führte Ludwig Döbler im Theater erstmals in Wien bewegliche Bilder mit einer Laterna magica vor; das Gerät war eine Erfindung des Tiroler Mathematikers Simon Stampfer. Über dem Eingang der weißen Fassade steht in dunklen Großbuchstaben „THEATER IN DER JOSEFSTADT“.
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