Piaristenkirche Maria Treu, Barockkirche in Josefstadt, Österreich.
Die Piaristenkirche am Jodok-Fink-Platz im 8. Wiener Gemeindebezirk hat eine Zweiturmfassade mit leicht vorgewölbtem Mittelteil und Säulengliederung; 1858–1860 wurden die Türme erhöht und mit Spitzdächern versehen. Die weiße Steinfassade trägt die Inschrift „DEO UNI ET TRINO“, eine Uhr in einem Rundfenster sowie ein goldenes Kreuz und einen Stern am Giebel. Im Inneren umgeben sechs Kapellen einen komplizierten Grundriss; Franz Anton Maulbertsch schuf 1752/1753 die Deckenfresken.
Die Piaristen gründeten ihre Wiener Niederlassung im Juli 1697, und am 2. September 1698 legte Kaiser Leopold I. den Grundstein für eine kleine Kapelle, die noch heute besteht. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte am 20. April 1716 nach einem Entwurf, der Johann Lukas von Hildebrandt zugeschrieben wird. Der Rohbau war 1721 fertig, die Kuppel 1751–1753, und Franz Anton Maulbertsch schuf 1752–1753 die Deckenfresken. Der erste feierliche Gottesdienst am vollendeten Hochaltar fand zu Pfingsten 1756 statt.
Die Kirche trägt den Namen des Josefstädter Gnadenbildes Maria Treu, das Josef Herz anlässlich der Pestepidemie 1713 malte und das aus der Schmerzenskapelle in den Neubau übertragen wurde; ab 1721 lautete das Patrozinium Maria Treu. Die Piaristen führten das benachbarte Piaristengymnasium, und 1929 wurde das Teilstück der Piaristengasse vor der Kirche in Jodok-Fink-Platz umbenannt.
Der Ort liegt in der Nähe des Theaters in der Josefstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten wissen, dass regelmäßige Gottesdienste stattfinden und dass man die Innenausstattung am besten bei gutem Tageslicht betrachten kann.
Der Name der Kirche bezieht sich auf das Josefstädter Gnadenbild Maria Treu, das Josef Herz anlässlich der Pestepidemie 1713 malte. Es wurde von der heutigen Schmerzenskapelle in die neue Kirche übertragen, ab 1721 lautete das Patrozinium danach auf „Maria Treu“. Die kleine Kapelle von 1698 verbindet noch heute den Hauptbau im rechten Winkel mit dem linksseitigen Konventsgebäude.
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