Carnuntum, Archäologiepark in Niederösterreich, Österreich.
Carnuntum ist eine archäologische Stätte mit römischen Häusern, einem Amphitheater und militärischen Bauten am südlichen Donauufer. Die Anlage zeigt sowohl nachgebaute Gebäude als auch freigelegte Mauerreste einer antiken Stadt.
Römische Soldaten errichteten hier um 50 n. Chr. ein Militärlager, das sich später zu einer größeren Siedlung entwickelte. Die Stadt wurde im 2. Jahrhundert Hauptstadt einer römischen Provinz und verlor nach mehreren Invasionen im 4. und 5. Jahrhundert ihre Bedeutung.
Das Museum Carnuntinum beherbergt 2,8 Millionen römische Artefakte, darunter 100.000 Münzen und 2.000 Petroglyphen aus dem ersten bis fünften Jahrhundert.
Der Rundgang führt durch mehrere getrennte Bereiche, darunter ein Freilichtmuseum mit nachgebauten Wohnhäusern und einem Thermenbad. Das Gelände ist weitläufig, festes Schuhwerk und Sonnenschutz sind bei gutem Wetter empfehlenswert.
Archäologen entdeckten 2011 mit Bodenradar eine Gladiatorenschule außerhalb der Stadtmauern, ohne zu graben. Die Anlage hatte einen kleinen Übungsplatz in der Mitte, umgeben von Zellen für die Kämpfer.
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