Schloss Petronell, Barockschloss in Petronell-Carnuntum, Österreich.
Schloss Petronell ist ein dreigeschoßiger, vierflügeliger frühbarocker Schlossbau, den Domenico Carlone von 1660 bis 1667 für die Familie Abensperg-Traun in Petronell-Carnuntum, Niederösterreich, errichtete. Die hellen Steinfassaden mit roten Ziegeldächern umschließen einen großen Hof, den man über eine gemauerte Brücke durch ein barockes Steinportal betritt. Die Hoffassade in Rosa, Grau und Gelb besitzt eine Freitreppe unter dem Uhrturm mit Kegeldach, die in den 360 m² großen Festsaal führt.
Das Schloss wurde zwischen 1660 und 1667 vom Architekten Dominico Carlone für die Familie Abensperg-Traun errichtet. Die Familie blieb über siebzehn Generationen im Besitz des Anwesens, bis es 2006 den Besitzer wechselte.
Der Ortsname geht auf die heilige Petronilla zurück: Agnes von Poitou, Witwe Kaiser Heinrichs III., übergab die Siedlung als Lehen an Pfalzgraf Rapoto V. von Vohburg, und die Petronilla-Kirche wurde der Heiligen geweiht. Im Goldenen Ahnensaal des Schlosses stand das Petronellische Willkhumb, ein Glaspokal von etwa 1480, aus dem Kaiser Matthias 1613 seinen Begrüßungstrank nahm; 1999 wurde er dem Kunsthistorischen Museum Wien geschenkt.
Das Schloss befindet sich derzeit im Umbau zu einem Hotel, weshalb kein Zugang zum Inneren oder zum Gelände möglich ist. Die Außenfassade lässt sich jedoch von der Straße aus gut betrachten, besonders im Zusammenhang mit einem Besuch der nahe gelegenen römischen Stätten.
1613 empfing Petronell Kaiser Matthias, der seinen Begrüßungstrank aus dem Petronellischen Willkhumb nahm, einem um 1480 entstandenen Glaspokal. Der Pokal stand bis 1999 im Ahnensaal des Schlosses und wurde dann dem Kunsthistorischen Museum Wien geschenkt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.457 Mitwirkenden weltweit.