Zentralfriedhof Graz, Zentralfriedhof in Graz, Österreich.
Der Zentralfriedhof Graz ist eine große Friedhofsanlage mit Gräbern, Denkmälern und Skulpturen, die in verschiedene Bereiche für unterschiedliche Religionsgemeinschaften unterteilt ist. Das Gelände erstreckt sich über ausgedehnte Flächen mit gekennzeichneten Wegen, die zwischen den einzelnen Abschnitten führen.
Der Friedhof wurde 1896 gegründet und erhielt später den Status eines geschützten Denkmals. Die Stätte dokumentiert auf ihren Grabfeldern die Entwicklung der Bestattungsbräuche und Grabmalkultur in Graz über mehr als ein Jahrhundert.
Die Friedhofsfläche zeigt Denkmäler verschiedener Baustile und Epochen, die Gräzer Künstler und Handwerker hinterlassen haben. Besucher können an diesen Grabstätten die künstlerischen Strömungen und Geschmacksvorstellungen mehrerer Generationen ablesen.
Das Gelände liegt im Bezirk Gries zwischen Triester Straße und Alten Poststraße; die Zufahrt von Osten heißt nach dem Architekten Lauzilgasse. Das Wegenetz umfasst mehr als 6,5 Kilometer, daher sollte man Zeit für den Weg von der Kirche zu den Mahnmalen im Südosten und zum muslimischen Gräberfeld im Nordosten einplanen. Nordwestlich, nur durch die Josef-Hyrtl-Gasse getrennt, liegt der Urnenfriedhof mit der Feuerhalle.
Das 1961 neu gestaltete Mahnmal für die politischen Opfer der Jahre 1938 bis 1945 stammt vom slowenischen Architekten Boris Kobe, der selbst nach Dachau und danach in das KZ-Außenlager Überlingen-Aufkirch verschleppt wurde. Die 20 Meter hohe Stele und der Brückenbogen tragen eine gasbefeuerte Opferschale; an der wettergeschützten Unterseite sind 2510 Namen von Hingerichteten in Goldschrift eingraviert.
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