Ferry-Dusika-Hallenstadion, Hallenvelodrom in Leopoldstadt, Wien, Österreich.
Das Ferry-Dusika-Hallenstadion ist eine Mehrzweck-Sporthalle im Wiener Bezirk Leopoldstadt, die um eine 250 Meter lange Holz-Radstrecke für Bahnradsport gebaut wurde. Eine 200-Meter-Laufbahn im Innenbereich ermöglicht es der Halle, zusätzlich Leichtathletikwettbewerbe auszutragen.
Das Ferry-Dusika-Hallenstadion wurde zwischen 1968 und 1976 an der Stelle einer am 11. Juli 1931 eröffneten Freiluft-Radrennbahn errichtet. Eröffnet wurde es am 20. April 1977 von Wiens Bürgermeister Leopold Gratz bei einem internationalen Radmeeting mit über 9.000 Zuschauern. Ab Jänner 2022 wurde die Halle abgerissen; bis September 2025 entstand an ihrer Stelle die Sport Arena Wien, die über keine Radrennbahn verfügt.
Die Halle war nach Ferry Dusika benannt, dem österreichischen Radrennfahrer, den sie ehrte; 2021 führte ein Bericht über Dusikas NS-Vergangenheit dazu, dass Wien eine Umbenennung nach einer Radsportpionierin wie Mizzi Wokrina, Cenci Flendrofsky oder Elise Steininger prüfte, der Vorgang wurde jedoch zu den Akten gelegt. Das Gebäude wurde inzwischen abgerissen.
Die Halle wurde ab Jänner 2022 abgerissen, am Standort ist daher kein Gebäude mehr zu besichtigen. Die ab Sommer 2022 errichtete Nachfolgerin Sport Arena Wien verfügt über keine Radrennbahn. Orientierungspunkt bleibt die U2-Station Stadion zwischen Prater und Ernst-Happel-Stadion.
Die Halle wurde ab Jänner 2022 abgerissen, keine der beiden Bahnen ist erhalten; 2021 wurden die Sitze um 10 Euro pro Stück verkauft. In den 44 Jahren ihres Bestehens wurden hier 15 Hallen-Weltrekorde bzw. Weltbestleistungen und 149 österreichische Hallenrekorde erzielt. Die österreichischen Hallen-Staatsmeisterschaften fanden 29-mal in der Halle statt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.261 Mitwirkenden weltweit.