Ernst-Happel-Stadion, Mehrzweckstadion in Leopoldstadt, Österreich.
Das Ernst-Happel-Stadion ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage in der Leopoldstadt in Wien. Sein ovaler Innenraum hat gelbe, blaue und rote Sitzreihen um ein rechteckiges Spielfeld, und ein weißer Stahlgitterring trägt ein Dach, das die Tribünen bedeckt, das Feld aber offen lässt. Eine geschwungene Kolonnade aus grauen Betonpfeilern bildet den Sockel, und dichte Bäume umgeben die Anlage.
Der Grundstein wurde im November 1928 gelegt, gebaut wurde 23 Monate lang nach Plänen von Otto Ernst Schweizer; am 11. Juli 1931 wurde das Praterstadion eröffnet. Im September 1939 wurden über tausend polnischstämmige Wiener Juden in den Gängen von Sektor B festgehalten, 1.038 von ihnen nach Buchenwald deportiert. 1992 nach Ernst Happel benannt, war das Stadion 2008 Austragungsort von sieben EM-Spielen, darunter das Finale.
1992 wurde das Stadion nach dem im selben Jahr verstorbenen österreichischen Spieler und Trainer Ernst Happel (1925–1992) benannt; davor hieß es nach seinem Standort im Prater Praterstadion. Fans verwenden weiterhin die Kurzform „Happel“. Bei Konzerten kommen auf dem Rasen bis zu 19.000 zusätzliche Plätze dazu.
Die U-Bahn-Linie U2 hält direkt am Stadion, und mehrere Straßenbahn- und Buslinien bringen Besucher ebenfalls in die Nähe. An Spieltagen kann es rund um das Gelände zu größerem Fußgängerverkehr kommen, daher empfiehlt sich ein frühzeitiges Eintreffen.
Im Jahr 2008 fand hier das Finale der Fußball-Europameisterschaft statt, bei dem Spanien gegen Deutschland gewann und damit eine neue Ära des spanischen Fußballs einläutete. Dieses Spiel markierte den Beginn einer Dominanzphase, in der die spanische Nationalmannschaft drei große Turniere in Folge gewann.
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