Mirabellgarten, Französischer Formalgarten und Schlosspark in Salzburg, Österreich.
Der Mirabellgarten ist ein französischer Barockgarten mit geometrisch angelegten Beeten, Springbrunnen und Marmorstatuen, der sich um das Schloss erstreckt. Die Anlage wirkt durch ihre klare Struktur und regelmäßigen Formen wie ein begehbares Kunstwerk aus Stein und Pflanzen.
Der Barockgarten wurde 1606 vom Fürstbischof Wolf Dietrich von Raitenau begründet und erhielt in den 1690er Jahren seine heutige Gestalt durch eine Umgestaltung von Johann Bernhard Fischer von Erlach. Diese Neuanlage machte den Garten zu einem der wichtigsten barocken Gärten im deutschsprachigen Raum.
Der Marmorsaal im Schloss war im 18. Jahrhundert Schauplatz von Konzerten und Tanzveranstaltungen, die Salzburgs Musikszene prägten. Die Gärten selbst wurden zum Symbol der fürstbischöflichen Macht und zum Ort, wo sich die Oberschicht zu sozialen Anlässen traf.
Der Garten ist täglich von früh morgens bis Sonnenuntergang kostenlos zugänglich und lädt zu längeren Spaziergängen ein. In der Regel sollte man flache Schuhe tragen, da die Wege gepflastert sind, und die beste Besuchszeit ist am Morgen oder späten Nachmittag, wenn der Andrang geringer ist.
Der Zwergerl-Garten zeigt Marmorfiguren von Hofzwergen, die in der frühen Neuzeit bei den Fürstbischöfen lebten und arbeiteten. Diese seltene Sammlung ist eines der ältesten und vollständigsten Beispiele eines europäischen Zwerggartens.
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