Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, Lokomotivfabrik in Wiener Neustadt, Österreich.
Die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik war ein großes Produktionszentrum für Eisenbahnlokomotiven, das sich an der Europaallee befand und mit modernen Produktionslinien und Spezialausrüstungen ausgestattet war. Die erhaltenen Industriegebäude stehen heute unter Denkmalschutz und geben Einblick in die technische und räumliche Struktur dieses ehemaligen Fertigungsstandorts.
Das Werk wurde 1842 gegründet und wuchs zur größten Lokomotivfabrik des Austro-Ungarischen Reiches heran. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es in Rax Ges.mbH umbenannt und die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt.
Die Fabrik war ein Zentrum der Arbeiterbewegung und spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der österreichischen Arbeiterorganisation. Besucher können heute sehen, wie dieser Ort eng mit der Entwicklung von Arbeitnehmerrechten verbunden ist.
Der Fabrikstandort befindet sich an der Europaallee in Wiener Neustadt und ist als geschützte Stätte ausgewiesen. Es ist sinnvoll, vor einem Besuch lokale Informationen einzuholen, da die Zugänglichkeit der Gebäude je nach Status variieren kann.
Während des Krieges lag ein großer Teil der Produktion auf der Herstellung von A4-Raketen, einer der gefürchtetsten Waffen des Regimes. Dieser unerwartete Wandel vom Lokomotivenbau zur Rüstungsproduktion zeigt, wie Fabriken zur Zeit des Krieges umfunktioniert wurden.
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