Kunsthaus Graz, Kunstmuseum in Graz, Österreich.
Das Gebäude erhebt sich in organischer Form mit einer bläulich schimmernden Außenhaut aus 1.288 Acrylglasplatten über rund 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf zwei Etagen. Die gebogene Struktur ruht auf einem rechteckigen Sockel und kontrastiert deutlich mit den umgebenden historischen Bauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert entlang des Murkanals.
Die Kunsthalle wurde 2003 als Teil der Veranstaltungen zum Jahr Graz als europäische Kulturhauptstadt fertiggestellt und nach Entwürfen der britischen Architekten Peter Cook und Colin Fournier realisiert. Das Projekt entstand aus einem internationalen Wettbewerb von 1998 und kostete etwa 42 Millionen Euro, wobei die ungewöhnliche Architektur sowohl Begeisterung als auch kontroverse Diskussionen auslöste.
Die Kunsthalle fungiert als eines der wichtigsten österreichischen Zentren für zeitgenössische bildende Kunst und zeigt Werke internationaler sowie regionaler Künstler in jährlich wechselnden Ausstellungen mit Schwerpunkt auf Medienkunst, Fotografie und Installation. Das Fehlen einer Dauerausstellung ermöglicht eine flexible Programmgestaltung, die auf aktuelle künstlerische Entwicklungen reagiert.
Geöffnet von Dienstag bis Sonntag zwischen 10:00 und 17:00 Uhr mit regulären Eintrittspreisen von 11 Euro für Erwachsene und freiem Eintritt für Kinder. Das Gebäude liegt etwa 300 Meter südlich der Innenstadt am östlichen Murufer und ist über Straßenbahnlinien 1, 3, 6 und 7 zur Haltestelle Kunsthaus erreichbar. Audioguides sind gegen Gebühr verfügbar.
Die Außenhaut des Gebäudes funktioniert als BIX-Medienfassade mit 930 integrierten Leuchtstoffröhren, die nach Einbruch der Dunkelheit bewegte Bilder und künstlerische Projektionen über die gesamte Oberfläche anzeigen können. Diese Installation wurde vom Berliner Künstlerkollektiv realities:united entwickelt und verwandelt die Architektur selbst in ein Medium für digitale Kunst.
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