Dom St. Martin, Römisch-katholischer Dom in Eisenstadt, Österreich.
Der Eisenstädter Dom ist eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche zwischen der Pfarrgasse und der Rochusgasse. Die Westfront war als Zweiturmanlage geplant: Der Nordturm hat fünf Geschoße, der Südturm nur zwei, und beide stehen mit der Vorhalle dazwischen unter einem gemeinsamen Walmdach. Der zweijochige Chor schließt mit einem Fünfachtelschluss, nördlich daran steht die nebenchorartig schließende Familienkapelle.
Das Gebäude wurde erstmals 1264 als Kapelle erwähnt und im Jahr 1460 unter dem Stadthauptmann Johann Siebenhirter als befestigte Kirche neu errichtet. Dieser Umbau war eine Reaktion auf die militärischen Bedrohungen jener Zeit.
Der Dom ist für seine Kirchenmusik bekannt, und es finden Konzerte der jährlichen Haydn-Festspiele darin statt. Die Orgel wurde 1778 von Johann Gottfried Malleck gebaut und nach Anweisungen von Joseph Haydn aufgestellt. Die sieben Bronzeglocken im Turm wurden 2013 aufgehängt; die größte ist die größte Kirchenglocke des Burgenlandes.
Die Kirche ist von der Innenstadt aus zu Fuss leicht erreichbar und liegt auf einem Hügel, der einen guten Blick auf die Umgebung bietet. Im Inneren sollte man auf den Altarraum und die Glasfenster achten, die am besten bei Tageslicht zu sehen sind.
Die Orgel wurde 1778 nach Vorgaben des Komponisten Joseph Haydn gebaut, der damals am nahe gelegenen Schloss Esterházy arbeitete. Dieses Instrument verbindet den Ort mit einem der bedeutendsten Musiker seiner Zeit.
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