Kaiservilla, Königliche Villa und historisches Museum in Bad Ischl, Österreich.
Die Kaiservilla ist eine neoclassische Residenz in Bad Ischl mit einer charakteristischen E-förmigen Struktur aus einem Hauptgebäude und zwei Seitenflügeln. Das Anwesen ist von einem englischen Garten umgeben, der mit Säulen und architektonischen Details gestaltet wurde.
Ursprünglich war die Villa ein Biedermeierhaus, das 1834 für den Wiener Notar Josef August Eltz erbaut wurde. Nach der Verlobung Franz Josephs mit Elisabeth 1853 kaufte seine Mutter Sophie es als Hochzeitsgeschenk, und Antonio Legrenzi baute es im klassizistischen Stil mit zwei Flügeln in E-Form um. Am 28. Juli 1914 unterzeichnete der Kaiser im Westflügel die Kriegserklärung an Serbien.
Der Name Kaiservilla verweist auf die Nutzung als Sommerhof: Franz Joseph kam jeden Juli und reiste Ende August ab, seinen Geburtstag feierte er am 18. August. Ab 1889 frühstückte er um 6.30 Uhr bei Katharina Schratt in der Villa Felicitas, während Elisabeth sich ins Marmorschlössl zurückzog, das heute das Photomuseum der Oberösterreichischen Landesmuseen beherbergt.
Die Besichtigung erfolgt in geführten Touren, die Besucher durch die historischen Räume führen und Zeit zum Erkunden geben. Es ist ratsam, bequeme Schuhe anzuziehen, da man mehrere Treppen und Räume durchwandert.
Die Villa blieb nach 1918 habsburgischer Privatbesitz, weil Franz Salvator und Marie Valerie auf alle Thronansprüche verzichteten; sie wurde nie Staatseigentum. In der Nacht auf den 15. Juli 1947 stahlen Einbrecher Gegenstände im Wert von 25.000 Schilling, darunter einen vergoldeten Brotlaib von zwei Kilogramm, den der Kaiser als Spende aus Bosnien erhalten hatte.
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