Artaria-Haus, Geschütztes Geschäftsgebäude in Innere Stadt, Wien.
Das Artaria-Haus an der Kohlmarkt 9 ist ein denkmalgeschutztes Geschaeftsgebaeude aus der Fruehe des 20. Jahrhunderts mit markanter Marmorfassade, Erkerfenstern und geometrischen Ornamenten entlang der Dachkante. Das Erdgeschoss beherbergt Ladenflaechen, waehrend die oberen Etagen Wohnraeume enthalten, wobei Alfonso Canciani zwei Relieffiguren an den tragenden Pfeilern schuf.
Das Gebaeude wurde zwischen 1900 und 1902 vom Architekten Max Fabiani erbaut und ersetzte ein aelteres Haus, in dem der Komponist Frédéric Chopin 1830-1831 gelebt hatte. Die Neuerschaffung fuehrte zu einem markanten Gebaeudeensemble, das sich durch seine Architektursprache deutlich von der unmittelbaren Nachbarschaft unterschied.
Die Relieffiguren an den Erdgeschosspfeilern zeigen handwerkliche Themen - einen Mann mit Hammer und eine Frau mit Apfel - die die kommerzielle und alltägliche Kultur der Zeit widerspiegeln. Diese Darstellungen von Alfonso Canciani verbinden Arbeit und Natur in einer visuellen Sprache, die Besucher heute noch beobachten können.
Das Gebaeude liegt zentral an der Kohlmarkt und ist leicht zu erreichen, wobei seine einzigartige Position es einfach macht, es inmitten der umliegenden Architektur zu erkennen. Besucher koennen die Fassade und die Reliefarbeiten jederzeit von außen betrachten, während die kommerziellen Ebenen regelmäßig zugänglich sind.
Das Gebaeude erhielt den Spitznamen 'Tramwayhäusl' wegen seiner charakteristischen ausladenden Markise, die es von den benachbarten Baufluchten unterscheidet. Diese ungewöhnliche Position schafft eine subtile optische Verschiebung, die Passanten sofort auffallt.
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