Palais Lamberg, Denkmalgeschützter Palast in Innere Stadt, Österreich.
Der Palais Lamberg an der Wallnerstraße 3 ist ein geschütztes Schloss in der Inneren Stadt mit einer raffiniert gestalteten Fassade, die klassische Elemente aufweist. Das Gebäude entstand durch die Verbindung von zwei älteren Häusern und wurde mit Steinmetzarbeiten von Meister Wolfgang Steinböck versehen, der lokale Materialien verwendete.
Der Graf Ferdinand Sprinzenstein erwarb 1673 zwei benachbarte Gebäude und ließ sie durch ein großes Bauprojekt bis 1675 zum heutigen Palais umgestalten. Diese Umwandlung machte es zu einem bedeutenden Adelssitz in der Innenstadt.
Der Festsaal bewahrt aufwendige Stuckarbeiten, vergoldete Vasen und einen Marmorkamin von 1855, die die Inneneinrichtungstraditionen des österreichischen Adels zeigen. Diese Elemente geben einen Einblick in den Geschmack und die Wohnkultur der gehobenen Gesellschaft dieser Zeit.
Das Gebäude wurde nach 2003 gründlich renoviert und funktioniert heute als Bürogebäude, das von Donau-Finanz GesmbH & Co. KG genutzt wird. Der Zugang für die Öffentlichkeit ist eingeschränkt, weshalb es am besten ist, das Äußere von der Straße aus zu würdigen.
Kaiser Franz I. Stephan nutzte den Palais als privaten Rückzugsort von Hoferemonien, wo er sich Finanzangelegenheiten widmete und seine wissenschaftlichen Interessen wie Alchemie verfolgte. Diese Doppelrolle als Wohn- und Forschungsort macht es zu einem ungewöhnlichen kaiserlichen Anwesen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.