Badlwandgalerie, Steinschlaggalerie in Peggau, Österreich
Die Badlwandgalerie erstreckt sich uber 362 Meter entlang der Mur und besteht aus steinernen Bogengewolben, die als Schutzstruktur gegen herabfallende Gesteinsmassen gebaut wurden. Der Tunnel verbindet zwei Hangflachen und wurde mit aufwandigen Steinmetzarbeiten direkt aus dem Felsen geschaffen, um den Verkehr sicher durchzuleiten.
Die Galerie entstand zwischen 1841 und 1845 als Schutzmaßnahme fur die neu verlegte Eisenbahnstrecke und diente als Vorbild fur spatere Tunnelbauverfahren. Ihre Konstruktionsmethoden beeinflussten später die Planung der Semmering-Bahn und anderer Alpenbahn-Projekte in Osterreich.
Italienische, böhmische und mährische Arbeiter haben die Galerie aus dem Felsmassiv herausgehauen und dabei Inschriften in den Steinnischen hinterlassen. Diese eingemeißelten Namen und Zeichen erinnern noch heute an die Handwerker, die diesen Ort mit ihrer Arbeit geprägt haben.
Der Zugang zur Galerie ist auf Fußwanderer ausgerichtet, die am besten in angenehmerem Wetter und mit stabilen Schuhen vorbeigehen sollten. Der Ort liegt direkt an einem Wanderweg und erfordert keine besonderen Vorkehrungen, obwohl der Untergrund uneben und feucht sein kann.
Die Galerie trug einst zwei unterschiedliche Verkehrssysteme: Auf der unteren Ebene verlief die Eisenbahn, wahrend die obere Flache als Handelsstraße fur Wagen diente. Diese ungewöhnliche Doppelnutzung machte das Bauwerk zu einer praktischen Losung fur den engen Gebirgsraum.
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