Bildungshaus Schloss Puchberg, Bildungshaus im Stadtteil Puchberg, Wels, Österreich
Das Bildungshaus Schloss Puchberg ist ein Renaissanceschloss im Welser Stadtteil Puchberg, das ab 1595 für Christoph Puechner errichtet wurde. Der Nordflügel besitzt einen Rundturm, dessen Gewölbe aus der Errichtungszeit stammen; im ersten Stock des Südflügels finden sich reich ornamentierte Stuckdecken. Frühbarocke Zwiebeltürme prägen das Dach, und im Schlosshof steht ein Brunnen mit Neptunsfigur von 1740.
Christoph Puechner ließ das Renaissanceschloss ab 1595 errichten; Kaiser Matthias erhob es am 9. November 1618 zum Edelmannsitz, wodurch der Besitzer Untertanen erwerben und die niedere Gerichtsbarkeit ausüben durfte. Um 1700 entstand unter den Seeauern eine Brauerei, 1740 der Hofbrunnen mit der Neptunfigur. Alfred Ritter von Jurnitschek ließ das Schloss 1880–1885 mit dem Architekten Christian Lothary klassizistisch umgestalten. 1953 kaufte die Diözese Linz das Schloss um 1,3 Millionen Schilling und eröffnete im selben Jahr das Katholische Volksbildungsheim Puchberg.
Die Bildungseinrichtung bietet Programme in Theologie, Philosophie, Psychologie, Umweltstudien, Kommunikation und kreativen Künsten zur persönlichen Entwicklung.
Das Bildungshaus ist ein Seminar- und Bildungszentrum, kein Hotel; Zimmer und Säle werden von Kurs Teilnehmenden genutzt. Es liegt im Welser Stadtteil Puchberg im Süden der Stadt, Schlosshof, Gutshofgebäude und der Neptunbrunnen (1740) liegen beieinander. Zu den historischen Räumen gelangt man über die Eingangshalle und das Stiegenhaus, dessen Gewölbe aus der Errichtungszeit stammen.
Eigentümerin ist die Diözesane Immobilien-Stiftung, seit September 2023 leitet Christoph Burgstaller das Bildungshaus. Der Kauf durch die Diözese Linz 1953 um 1,3 Millionen Schilling erforderte ein eigenes Bundesgesetz, die „Lex Puchberg“.
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