Wolfgangsee, Alpensee im Salzkammergut, Österreich
Wolfgangsee ist ein alpiner See im Salzkammergut in Österreich, der sich zwischen den Bergen Schafberg und Zwölferhorn erstreckt. Das Wasser reicht stellenweise bis in eine Tiefe von 114 Metern und wird von drei Ortschaften an seinen Ufern eingerahmt.
Der See hieß lange Abersee, wie das westliche Becken bei St. Gilgen noch heute. Ein Grenzstreit zwischen dem Kloster Mondsee und dem Erzstift Salzburg um Fischerei- und Jagdrechte wurde mit der Hüttensteinischen Grenzregelung von 1462 beigelegt, bei der ein Seidenfaden zwischen Ditlbachmündung und Ischl-Ausfluss gespannt wurde. Der Grenzrezess von 1689 zwischen Kaiser Leopold I. und Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun legte die bis heute gültige Linie fest.
Das Wirtshaus Weißes Rössl gab Ralph Benatzky die Idee für seine Operette Im Weißen Rössl, die seit ihrer Uraufführung das Bild der Region prägt. Heute können Besucher das Haus noch besichtigen und erleben, wie die Geschichte mit dem realen Ort verschmilzt.
Bootsverbindungen verkehren zwischen den drei Hauptorten St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang und werden von der Salzburg AG betrieben. Die Schiffe fahren regelmäßig und ermöglichen den Zugang zu verschiedenen Uferbereichen und Ausgangspunkten für Wanderungen.
Eine zentrale Halbinsel namens die Enge teilt das Gewässer in zwei getrennte Abschnitte und bildet eine natürliche Verengung entlang der südlichen Uferlinie. Dieser schmale Durchgang prägt die Form des Sees und beeinflusst, wie das Wasser zwischen den beiden Becken fließt.
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