Stift St. Paul im Lavanttal, Benediktinerkloster in Sankt Paul im Lavanttal, Österreich
Das Stift St. Paul im Lavanttal ist ein Benediktinerkloster, dessen Gebäude auf einer Felskuppe über Sankt Paul im Lavanttal stehen. Die Stiftskirche ist eine romanische Pfeilerbasilika, die vermutlich im frühen 13. Jahrhundert vollendet wurde, mit einem hohen Mittelteil unter einem steilen rotbraunen Ziegeldach, einem hohen Bogenfenster unter dem Giebel und einer niedrigeren runden Apsis mit rotem Kegeldach. Die Klostergebäude wurden großteils im 17. Jahrhundert errichtet.
Das Kloster wurde 1091 von Graf Engelbert von Spanheim gegründet und entwickelte sich zu einem führenden religiösen und kulturellen Zentrum in der Region. Es erlebte schwere Zeiten während der nationalsozialistischen Besatzung von 1940 bis 1945, wurde aber nach dem Krieg wiederhergestellt und funktioniert bis heute.
Der Name des Stifts geht auf die Kirche zurück, die Siegfried I. von Spanheim vor 1065 für den Apostel Paulus errichten ließ; er starb 1065 auf einer Pilgerfahrt nach Jerusalem und wurde hier beigesetzt. Das Stift besitzt umfangreiche Kunst- und Büchersammlungen, und sein Stiftsgymnasium zählt rund 700 Schüler.
Der Zugang zum Kloster erfolgt über die Talstraße, und Besucher können die Kirche sowie Teile der Klosteranlage betreten, wobei Führungen durch die Räume verfügbar sind. Es ist sinnvoll, vorher zu prüfen, ob das Gelände für Einzelbesucher zugänglich ist, da es noch eine tätige Benediktinergemeinde gibt.
In der Gruft unter dem barocken Hochaltar stehen die Särge von 13 Mitgliedern des Hauses Habsburg. Zu den im Stift Bestatteten zählen Leopold III., Herzog von Österreich, und Elisabeth von Kärnten, römische Königin. Die Kirche bewahrt außerdem 44 Fresken der Tiroler Meister Friedrich und Michael Pacher, die nach dem Brand von 1367 entstanden.
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