Carltheater, Historisches Theater im Bezirk Leopoldstadt, Wien, Österreich
Das Carltheater war ein Theatergebäude im zweiten Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt, entworfen von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll, den späteren Architekten der Wiener Staatsoper. Die klassizistische Fassade des Gebäudes steht noch heute, während der ursprüngliche Innenraum nicht mehr erhalten ist.
Das Theater öffnete 1847 als Nachfolger des Leopoldstädter Theaters, das an derselben Stelle gestanden hatte, und wurde schnell zu einem der beliebtesten Unterhaltungsorte der Stadt. Der Spielbetrieb endete 1929, und Bombenangriffe im Jahr 1944 zerstörten den Innenraum vollständig.
Der Name des Theaters erinnert an Carl Carl, den Schauspieler und Theaterdirektor, der das Vorgängerhaus in Leopoldstadt berühmt gemacht hatte. Possen, Volkskomödien und Operetten standen dort im Mittelpunkt und zogen ein breites Publikum aus der Wiener Stadtbevölkerung an.
Das Gebäude liegt im zweiten Bezirk, Leopoldstadt, und ist von außen zu besichtigen, aber der Innenraum ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Wer die Gegend erkunden möchte, findet sie gut erreichbar von der Wiener Innenstadt aus.
Die Architekten des Carltheaters, Sicardsburg und van der Nüll, schufen kurz darauf die Wiener Staatsoper, doch van der Nüll nahm sich das Leben, bevor das Gebäude eröffnet wurde. Das Carltheater war damit eines der letzten vollendeten Werke dieser Zusammenarbeit.
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