Busserltunnel, Geschützter Eisenbahntunnel in Traiskirchen, Österreich
Der Busserltunnel ist ein Eisenbahntunnel in Österreich, der sich 165 Meter lang durch einen Hügel zwischen zwei Gemeinden erstreckt und mit Steinblöcken gebaut wurde. Das Bauwerk hat zwei Eisenbahngleise und verbindet die Orte auf direktem Weg miteinander.
Das Bauwerk wurde 1841 für die Wien-Gloggnitz-Bahnstrecke errichtet und ist der älteste noch existierende Eisenbahntunnel Österreichs. Bei seiner Konstruktion wurde bewusst auf den Schutz der nahegelegenen Weinanbaugebiete Rücksicht genommen.
Der Tunnelname stammt von einer alten Tradition: Fahrgäste nutzen die wenigen Sekunden der Dunkelheit für schnelle Küsse, da 'Busserl' im österreichischen Dialekt Kuss bedeutet. Diese volksnahe Geschichte macht den Ort zu einem Teil der regionalen Identität.
Besucher können das Bauwerk vom Bahnsteig aus sehen oder von nahegelegenen Wegen Blicke auf die Tunnelöffnungen werfen. Die beste Zeit zum Beobachten ist, wenn Züge durchfahren und man die Lichtwechsel im Innern wahrnimmt.
Auf dem Tunnelportal befindet sich eine lateinische Inschrift 'Recta sequi', die Ingenieure des 19. Jahrhunderts als Referenzpunkt bei der Vermessung von Eisenbahnstrecken nutzten. Dieses Detail zeigt, wie damalige Baufachleute ihre Arbeiten kontrollierten.
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