Böhmische Hofkanzlei, Verwaltungspalast in Innere Stadt, Österreich
Die Bohemische Kanzlei ist ein barockes Verwaltungsgebäude in der Wiener Innenstadt, das zwischen Judenplatz und dem alten Rathaus steht. Das Gebäude beeindruckt mit aufwendigen Toren, die böhmische Löwen zeigen und auf die ursprüngliche Bestimmung hinweisen.
Die Kanzlei wurde 1527 unter Kaiser Ferdinand I. gegründet, um die Verwaltung von Böhmen zu übernehmen. Das heutige Barockgebäude entstand später und ersetzte die ältere Struktur, bevor die Kaiserin Maria Theresia die Kanzlei 1749 aufgelöst hat.
Das Gebäude trägt den Namen der Böhmischen Kanzlei und zeigt durch seine Löwendekorationen die historische Verbindung zur böhmischen Herrschaft. Besucher erkennen diese heraldischen Symbole sofort an den prächtigen Eingängen.
Das Gebäude beherbergt heute das österreichische Verfassungsgericht und das Verwaltungsgericht, daher ist ein Besuch im Inneren normalerweise nicht frei zugänglich. Von außen können Besucher die Architektur bewundern und die Löwendekorationen an den Eingängen fotografieren.
Der renommierte Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach hat das Barockgebäude zwischen 1709 und 1714 entworfen und dabei spezifische architektonische Elemente eingebaut, die die böhmische Unabhängigkeit widerspiegelten. Sein Design war nicht nur funktional, sondern auch ein Ausdruck politischer Macht durch Architektur.
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