Bürgerspital, Ehemaliges Krankenhausruine in Pölla, Österreich.
Das Bürgerspital Döllersheim ist eine Ruine einer früheren Heilanstalt in Pölla mit vier Flügeln rund um einen zentralen Kapellenbereich. Die erhaltenen Mauern zeigen Rundbogenöffnungen und flach gewölbte Gänge, die von damals noch erkennbar sind.
Das Spital wurde 1660 von Baron Hans Franz von Lamberg gegründet und diente der Gemeinde als Versorgungshaus für Bedürftige. Nach 1938 verlor es seinen ursprünglichen Zweck, als die Bevölkerung das Gebiet wegen militärischer Übungen räumen musste.
Das Gebäude zeigt die mittelalterliche Vorstellung von Krankenpflege und Gemeinschaft, da Kapelle, Wohnräume und medizinische Bereiche nebeneinander existierten. Besucher sehen heute noch, wie Ärzte und Patienten, Geistliche und Kranke denselben Hof nutzten und täglich interagierten.
Die Ruinen sind seit 1981 für Besucher zugänglich, nachdem militärische Beschränkungen aufgehoben wurden. Das Gelände steht unter Denkmalschutz und Besucher sollten vorsichtig sein, da einige Teile der Mauern bröckelnd und instabil sein können.
Ein Brand im Jahr 1804 zerstörte Teile des Gebäudes, wurde aber so wiederaufgebaut, dass der ursprüngliche Grundriss erhalten blieb. Die Reformreformen unter Josef II führten jedoch dazu, dass Kapellenflächen später in Wohnraum umgewandelt wurden.
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