Burg Lichtenfels, Mittelalterliche Burgruine in Zwettl, Österreich
Die Ruine Lichtenfels ist eine Burganlage aus dem Mittelalter auf einer Landzunge im Stausee Ottenstein, umgeben vom Wasser der Kamp. Die Überreste bestehen aus teilweise erhaltenen Steinmauern und Fundamenten, wobei die alte Kapellenstruktur noch erkennbar ist.
Hartung von Rauheneck und seine Söhne Albero, Otto und Ortlof sind 1136 in diesem Gebiet urkundlich belegt; Hartung erhielt es als Lehen von Herzog Heinrich Jasomirgott und erbaute die Burg Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Familie Rauheneck, genannt „die Tursen“ (die Riesen), hielt das Lehen bis 1335. Während der Hussitenkämpfe 1427/28 diente die Burg als Versteck für die Kostbarkeiten und die Bibliothek des Stiftes Zwettl. Nach 1623 kam sie an private Eigentümer und wurde 1804 vom letzten Bewohner verlassen.
Eine Deutung des Namens Lichtenfels geben die Quellen nicht her. Zu sehen ist heute vor allem die dem heiligen Paulus geweihte Schlosskapelle, der einzige erhaltene Bau, die bis ins letzte Jahrhundert ein beliebtes Wallfahrtsziel war. Die Ruine gehört zur Ortschaft Friedersbach in der Stadtgemeinde Zwettl.
Die Ruine kann am besten vom Damm der Stausee-Brücke aus beobachtet werden, wo es einen freien Blick auf die Struktur gibt. Der Bereich um den See bietet Schwimmgelegenheiten und Campingplätze, die das Besuchserlebnis ergänzen.
Erhalten ist heute nur die dem heiligen Paulus geweihte Schlosskapelle, die bis ins vorige Jahrhundert ein beliebtes Wallfahrtsziel blieb. Der übrige Bau verfiel, nachdem 1804 der letzte Bewohner ausgezogen war.
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