Bürgerspitalkirche, Gotische Kirche im Bezirk Gries, Graz, Österreich.
Die Bürgerspitalkirche zum Heiligen Geist ist eine 1498 geweihte spätgotische Kirche im Grazer Bezirk Gries. Ihren Steinturm erhielt sie nach der Zerstörung des hölzernen Dachreiters nach Plänen von Josef Carlone. Im Inneren stehen ein spätbarocker Hochaltar und ein Tabernakel aus der Rokokozeit; wegen der Ähnlichkeit mit dem Hochaltar des Grazer Doms wird die Kirche auch „kleiner Dom“ genannt.
Kaiser Friedrich III. gewährte 1461 Land für den Bau dieser Kirche, die 1498 als Teil einer Einrichtung zur Versorgung von Bedürftigen eingeweiht wurde. Der Bau war eng mit der Entwicklung einer Stiftung verbunden, die kranke und arme Menschen in Graz unterstützte.
Die Kirche beherbergt geschnitzte Kunstwerke, die Heiligenfiguren darstellen und zeigen, wie religiöse Themen im späten Mittelalter dargestellt wurden. Diese Werke spiegeln das Glaubensleben der Menschen wider, die damals in der medizinischen Einrichtung arbeiteten und lebten.
Der Ort ist für Besucher zugänglich und wird von der österreichischen Militärseelsorge gepflegt, die regelmäßige Gottesdienste anbietet. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch die Öffnungszeiten zu überprüfen, da die Kirche nicht ständig offensteht.
Die Kanzel ist kastenförmig, mit je zwei Goldkugeln beidseits, und stellt eine Bundeslade dar. An der Stirnseite findet sich das Piktogramm Gott Vaters, das Dreieck mit dem sehenden Auge; der Schallhimmel ist außen mit der Arche Noah, dem Buch mit den sieben Siegeln und einem Kelch geschmückt, innen mit der Taube als Sinnbild des Heiligen Geistes.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.168 Mitwirkenden weltweit.