Kaisergebirge, Gebirgskette in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel, Österreich
Der Gebirgszug erstreckt sich zwischen den Bezirken Kufstein und Kitzbühel und besteht aus hellem Kalkstein, der im Sonnenlicht hell schimmert. Die Gipfel fallen steil ab und bilden Felswände, die von Tälern mit Nadelwäldern und Almwiesen durchzogen werden.
Funde aus der Tischofer Höhle belegen, dass Menschen bereits vor mehreren Jahrtausenden hier jagten und zeitweise lebten. Im Mittelalter nutzten Bergleute die Täler zur Gewinnung von Erzen, während die Almwirtschaft bis heute fortbesteht.
Der Name leitet sich vom markanten Profil der Gipfel ab, das Einheimische früher an eine Kaiserkrone erinnerte. Besucher wandern heute auf Pfaden, die von Almbauern über Jahrhunderte angelegt wurden und noch immer für die Viehwirtschaft genutzt werden.
Wanderwege führen durch alle Höhenstufen und reichen von einfachen Talwegen bis zu anspruchsvollen Klettersteigen an den Felswänden. Wer früh startet, vermeidet die Nachmittagsgewitter, die im Sommer über den Gipfeln häufig aufziehen.
Ein Tal am Westrand ist nur über eine lange Steintreppe erreichbar und blieb bis vor wenigen Jahrzehnten vollständig von öffentlichen Straßen abgeschnitten. Die Bewohner trugen alle Güter zu Fuß über die Stufen, bevor moderne Hubschrauber Versorgung ermöglichten.
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