Stille-Nacht-Kapelle, Katholische Kapelle in Oberndorf bei Salzburg, Österreich
Die Stille-Nacht-Kapelle ist eine römisch-katholische Gedächtniskapelle in Oberndorf bei Salzburg, erbaut zwischen 1924 und 1936 auf dem Schutt der ehemaligen Nikolauskirche. Sie ist ein Oktogon mit Glockenhelm und Laterne sowie einem Portal mit abgewalmten Vordach. Die Bogenfenster wurden 1935 von der Tiroler Glasmalereianstalt gefertigt und zeigen Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber.
Die Nikolauskirche, seit dem 12. Jahrhundert belegt und nach einem Brand 1757 in den 1770er Jahren neu errichtet, wurde 1816 erste Pfarrkirche von Oberndorf. Hochwasserschäden in den 1890er Jahren erzwangen die Aufgabe; 1913 wurde sie abgebrochen. Die Gedächtniskapelle wurde 1924 begonnen und am 15. August 1937 vollendet.
Die Kapelle zieht Menschen aus der ganzen Welt an, besonders während der Weihnachtszeit, wenn sie sich hier versammeln, um das Lied in verschiedenen Sprachen zu hören. Der Ort hat sich zu einem Zentrum der internationalen Erinnerung an dieses bekannte Lied entwickelt.
Die Kapelle ist leicht zugänglich und wird von Besuchern zu Fuß vom Bahnhof Oberndorf erreicht, der von Salzburg aus regelmäßig angebunden ist. Der Ort ist offen für Besucher, und es werden täglich Gottesdienste und besondere Veranstaltungen angeboten.
Das Altarbild zeigt eine Geburt-Christi-Szene von Hermann Hutter, während ein zusätzliches Relief unter dem Altar die Anbetung der Heiligen Drei Könige von Max Domenig darstellt. Diese beiden Kunstwerke bilden zusammen eine visuelle Erzählung der Weihnachtsgeschichte.
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