Burg Geiersberg, Burg in Friesach, Österreich
Burg Geiersberg ist eine Steinburg auf einem steilen Felskopf am Nordrand von Friesach. Die rechteckige Kernburg aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wird von einem sechsgeschoßigen Bergfried mit quadratischem Grundriss und einem 1912 ergänzten hölzernen Renaissancen-Balkon beherrscht; nördlich schließt der 1911–1912 errichtete Wohntrakt an.
Die Burg wird 1271 erstmals urkundlich erwähnt, ihr ursprünglicher Bau wird jedoch um 1130 datiert, als Herzog Engelbert II. von Kärnten sie während der Belagerung der bischöflichen Feste auf dem Petersberg als Stützpunkt errichtet haben soll. Seit dem 13. Jahrhundert war sie mit dem Vizedomamt verbunden und Teil der Friesacher Stadtbefestigung. Nach einem Brand erhielt 1690 Johann Andrä Auer die Burg als Lehen und ließ sie instand setzen; ab 1750 war sie unbewohnbar. 1912 restaurierte der Apotheker Wilhelm von Dietrich die Anlage im Stil des Historismus und baute den Westtrakt neu.
Die Kapelle der heiligen Anna liegt im Obergeschoß des Torturms an der Südecke des Berings, der Ende des 15. Jahrhunderts umgebaut wurde. Ihre Wände tragen Fresken vom Anfang des 16. Jahrhunderts: eine Kreuzigungsgruppe an der Ostwand, Muttergottes und heilige Elisabeth, zwei Bischöfe und Ritter sowie die heilige Anna mit Josef. Übermalungen veränderten sie stark, 1954 wurden sie restauriert.
Die Burg Geiersberg ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich, sie lässt sich nur von außen betrachten. Von dem flachen Sattel zur Krewenze im Westen führt ein nahezu ebener Weg zur Burg; an den drei anderen Seiten fällt der Fels steil ab. Die Mauer der Vorburg war teilweise eingestürzt und wurde 1970 wieder aufgebaut.
Die Burg ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich, sie lässt sich nur von außen betrachten. Der Wohntrakt entstand 1911–1912 im historistischen Stil und wurde 1935 von Helmar Temajer umgebaut.
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