Burg Kropfsberg, Mittelalterliche Burgruine in Reith im Alpbachtal, Österreich
Burg Kropfsberg ist die Ruine einer Höhenburg auf einem Hügelrücken oberhalb von St. Gertraudi im Inntal auf 526 Metern. Ihre drei nahezu gleich hohen Türme sind einzigartig in Tirol: ein freistehender Westturm der ersten Burg, zwei Bergfriede um einen sechseckigen Hof und ein mittlerer Turm, der im unteren Bereich nur Lichtschlitze besitzt. In der Mitte des Hofes liegt eine 47 Meter tiefe Zisterne; zudem sind Reste der Rupertuskapelle aus dem 16. Jahrhundert und der äußeren Ringmauer mit Bastionen erhalten.
Erzbischof Konrad I. von Salzburg ließ in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die erste Burg am Eingang ins Zillertal errichten; urkundlich erwähnt wurde sie 1286. 1412 wurde hier ein Streit zwischen Tirol und Bayern geschlichtet, 1416 versöhnten sich Herzog Friedrich IV. und sein Bruder Ernst. Nach der Verlegung des Gerichtssitzes nach Zell am Ziller 1592 verfiel die Anlage und wurde 1809 versteigert.
Im 15. Jahrhundert diente die Burg als diplomatischer Ort, an dem Tirol und Bayern territoriale Streitigkeiten durch Verhandlungen beilegten.
Die Ruine liegt auf einem Hügelrücken über St. Gertraudi auf 526 Metern. Der Torturm wurde 1850 bewohnbar gemacht und nach 1940 erneut saniert, doch die Anlage hat keine Einrichtungen für Besucher. Der Bergfried wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zur Aussichtswarte umgebaut. Teile der äußeren Ringmauer und der Bastionen sind erhalten.
Das Burggelände erstreckte sich über 26.000 Quadratmeter und bot während seiner Hochphase Unterkunft für bis zu 80 Personen.
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