Burg Wildegg, Mittelalterliche Burg im Wienerwald, Österreich.
Die Burg Wildegg ist eine mittelalterliche Felsenburg auf einem steil abfallenden Felsen auf etwa 460 m ü. A. nördlich von Sittendorf im Wienerwald. Ihr unregelmäßiger, annähernd dreieckiger Grundriss folgt dem mittelalterlichen Kern; im Untergeschoß ist teilweise unverputztes Quadermauerwerk aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Der Renaissance-Umbau vereinheitlichte die Dachlandschaft, die nur der Südost-Turm mit Zeltdach unterbricht. Im Inneren liegt der erste dreieckige Renaissancehof nördlich der Alpen.
Die Burg entstand im Mittelalter als befestigte Adelsresidenz und wurde über die Jahrhunderte mehrmals umgebaut, wobei sie ihre grundlegende Form beibehielt. Heute steht sie unter Denkmalschutz als eines der erhaltenen Beispiele mittelalterlicher Burgarchitektur in Niederösterreich.
Die Burg gehört seit 1986 der Katholischen Jungschar der Erzdiözese Wien und wird als Selbstversorgerhaus geführt. Diese Organisation wurde 1947 auf der Burg gegründet. Der Name Wildegg stammt von den Wildeggern, die bis 1261 Besitzer waren; der letzte des Geschlechts, Konrad von Wildegg, wurde im Stift Heiligenkreuz begraben.
Die Burg liegt an der Wildeggerstraße in Sittendorf und ist am besten mit dem Auto erreichbar, da die Umgebung bewaldet und ländlich ist. Da der Weg zur Burg auf unbefestigten Pfaden führt, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen.
Die Burg ist keine Ruine: 1945 verhinderte ein Mitglied der Wanderfreunde durch Verhandlungen mit herannahenden sowjetischen Truppen, die die Burg sprengen wollten, ihre Zerstörung. Zwei Jahre später, 1947, wurde dort die Katholische Jungschar gegründet; seit 1986 gehört ihr die Burg, die sie als Selbstversorgerhaus führt.
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