Hirlatzhöhle, Naturdenkmal Höhle in Hallstatt, Österreich.
Die Hirlatzhöhle ist eine Höhle im Dachsteinmassiv über Hallstatt mit über 120 km bekannter Länge und 1560 m Höhenunterschied, von 2003 m bis auf 443 m Seehöhe. Ihr Haupteingang ist eine dreieckige Öffnung in einer zerklüfteten grauen Felswand, die über eine Metallleiter erreicht wird; daneben ist ein kleines Schild im Stein befestigt. Die Höhle hat sechs Eingänge, drei davon sind nur für Taucher benutzbar.
Am 28. Dezember 2011 verband der Höhlentaucher Gerhard Wimmer die Obere Brandgrabenhöhle (Kataster Nr. 1546/6) mit der Hirlatzhöhle; die vermessene Länge überschritt damit erstmals 100 km und betrug 100.068 m, die bekannte Tiefe damals 1.073 m. Britische Forscher erkundeten von 2007 bis 2018 den Schacht What u Got Pot bis 7.191 m Länge; am 6. September 2018 gelang 830 m unter dessen Einstieg der Durchstieg in die Hirlatzhöhle. Die vom Verein für Höhlenkunde Hallstatt-Obertraun koordinierte Forschung dauert an.
Die Höhle liegt in der Kernzone des UNESCO-Welterbegebiets Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut (WHS 806) und im Europa- und Naturschutzgebiet Dachstein. 1971 wurde sie zum Naturdenkmal (nd600) des Landes Oberösterreich für Hallstatt und Obertraun erklärt. Die Forschung koordiniert der Verein für Höhlenkunde Hallstatt-Obertraun; die Höhle ist ganzjährig verschlossen.
Der Zugang zur Höhle ist nur mit spezieller Genehmigung möglich, da der Eingang das ganze Jahr über verschlossen bleibt. Besucher müssen sich an die zuständige Höhlenvereinigung wenden und langfristig planen.
Im Jänner 2005 durchtauchte Ulrich Meyer im Osten der Höhle zwei Siphone, 11.500 m vom Eingang entfernt – Weltrekord für einen Tauchgang in so großer Entfernung vom Höhleneingang. Der tiefste Punkt der Höhle liegt auf 443 m Seehöhe, also 65 m unter dem Wasserspiegel des Hallstättersees.
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