Hallstatt, Marktgemeinde im Salzkammergut, Österreich.
Hallstatt liegt am Westufer des Hallstätter Sees, wo traditionelle Alpenhäuser auf 511 Metern Höhe an den Berghang gebaut sind. Die engen Gassen schlängeln sich zwischen den Häusern hindurch und verbinden den zentralen Marktplatz mit den höher gelegenen Wohnvierteln und dem Seeuferpfad.
Die Siedlung gewann in der Eisenzeit durch Salzabbau an Bedeutung, der bis ins erste Jahrtausend vor Christus zurückreicht. Im 18. Jahrhundert erhielt der Ort Marktrechte und entwickelte sich zu einem Handelszentrum für das gewonnene Salz und andere Güter aus der Region.
Der örtliche Beinhaus zeigt mehr als 1200 menschliche Schädel, von denen viele mit gemalten Mustern verziert und nach Familiengruppen angeordnet sind. Diese Tradition der Schädelmalerei entstand aus Platzmangel auf dem kleinen Friedhof und wird heute noch von Besuchern als Teil der lokalen Bestattungskultur wahrgenommen.
Besucher erreichen den Ort per Zug bis zum Bahnhof Attnang-Puchheim, gefolgt von einer Fährüberfahrt über den Hallstätter See. Die engen Straßen und steilen Stufen zwischen den Gebäuden erfordern festes Schuhwerk, besonders bei Nässe oder im Winter.
Die Salzmine verfügt über ein unterirdisches Rutschensystem, das Bergleute nutzten, um zwischen verschiedenen Ebenen des alten Bergbaukomplexes zu gelangen. Diese hölzernen Rutschen ermöglichten den schnellen Abstieg in tiefere Schächte und sind heute Teil der Besichtigungstour durch die Anlage.
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