Grazer Stadtpark, Öffentlicher Park im Zentrum von Graz, Österreich
Der Stadtpark Graz ist eine 12,6 Hektar große Parkanlage, die ab 1869 auf dem ehemaligen Glacis vor der Stadtmauer angelegt wurde, hauptsächlich nach Plänen des Malers Ernst Matthèy-Guenet als Landschaftsgarten englischer Art. Er umfasst 1.989 Bäume, Doppelalleen auf den einstigen Dämmen, 600 gusseiserne Ruhebänke und einen zentralen Brunnen in einer Rotunde.
1868 tauschte Graz Grundstücke mit dem Militär: Die Stadt übernahm das ungenutzte Glacis, das Militär erhielt den Feliferhof als Schießplatz. Ab 1869 wurde der Park unter Bürgermeister Moritz Ritter von Franck angelegt und 1872 nach Plänen des Malers Ernst Matthèy-Guenet weitgehend fertiggestellt. Ein Reichsgesetz vom 22. November 1868 verlangte auf den rund 12,6 Hektar einen öffentlichen Park.
Im 20. Jahrhundert wurde der Park zu einer Freilichtgalerie der steirischen Kulturgeschichte, mit Büsten von Robert Hamerling, Robert Stolz, Peter Rosegger und Johannes Kepler zwischen den Bäumen. Eine Eiche erinnert an Moritz von Franck, den Gründer des Parks und langjährigen Obmann des Verschönerungsvereins.
Das Areal ist tagsüber für alle frei zugänglich und bietet viele Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. Mehrere kleine Lokale im Park ermöglichen es, Essen und Getränke zu bekommen, ohne das Gelände verlassen zu müssen.
Der Stadtparkbrunnen war 1873 auf der Wiener Weltausstellung zu sehen und erhielt ein Ehrendiplom für Kunstguss. Wien verzichtete auf den Kauf, worauf Graz den Brunnen 1874 für 30.000 Gulden erwarb. Die acht hohlen Bronzefiguren wiegen je rund 1.000 kg, der obere Baldachin drei Tonnen.
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