Rollfähre Spitz–Arnsdorf, Reaktionsfähre über die Donau in Niederösterreich
Die Rollfähre Spitz-Arnsdorf ist eine Reaktionsfähre über die Donau in Niederösterreich, bestehend aus zwei verbundenen Schiffskörpern mit einer Tragfähigkeit von 20 Tonnen. Das Fahrzeug benötigt keinen Motor und wird stattdessen durch die natürliche Strömung des Flusses angetrieben.
Die Fähre wurde 1928 errichtet und am 17. Mai desselben Jahres in Betrieb genommen. Sie ist die einzige ganzjährige Verbindung innerhalb der Wachau, da die nächsten Brücken stromaufwärts in Melk und flussabwärts in Mautern liegen. Im Oktober 2007 verfing sich ein Kleinflugzeug im 485 Meter langen Tragseil und stürzte in die Donau; alle vier Insassen kamen ums Leben.
Die Fährenkabine beherbergt eine Installation des Künstlers Olafur Eliasson, die wie eine Camera Obscura funktioniert und den Flussübergang in ein optisches Erlebnis verwandelt. Besucher können während der Fahrt die Umgebung durch dieses Kunstwerk neu wahrnehmen.
Die Fähre verkehrt ganzjährig, da sie innerhalb der Wachau die einzige Verbindung zwischen den Brücken bei Melk stromaufwärts und Mautern flussabwärts ist. Sie liegt bei Stromkilometer 2020 und verbindet Spitz am linken Ufer mit Arnsdorf am rechten. Wanderer am österreichischen Nord-Süd-Weitwanderweg sind auf sie angewiesen, weil die nächste Brücke einen großen Umweg bedeutet.
Ein 485 Meter langer Stahlkabel, der in Türmen an beiden Ufern verankert ist, führt das Fahrzeug über den Fluss. Dieses Kabel ist das einzige, das das Schiff hält und führt, während die Strömung allein für die Bewegung sorgt.
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