Gräberfeld von Frög, Archäologisches Gräberfeld in Rosegg, Österreich.
Das Gräberfeld von Frög ist ein hallstattzeitliches Brandgräberfeld in einer ehemaligen Schleife der Drau bei Rosegg in Kärnten. Es umfasst rund 600 Grabhügel, die von etwa 800 bis 600 v. Chr. belegt wurden, mit Steinsetzungen, Steinkammern, Holzeinbauten und Flachgräbern. Die Keltenwelt Frög liegt direkt im Areal des Gräberfelds.
Das Gräberfeld war etwa von 800 bis 600 v. Chr. in der Hallstattzeit belegt und umfasst rund 600 Grabhügel mit Brandbestattungen. Der älteste Horizont aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. enthält Nadeln mit konischem Kopf, die eine Verbindung zu Krain und Kleinklein herstellen. Tumulus 70 aus der älteren Hallstattzeit enthielt eine eiserne Tüllenaxt mit Goldtauschierung, eine lange Lanzenspitze und ein bronzenes Zaumzeug in östlichem Stil.
Frauengräber in Frög sind häufig an bronzenen Spindeln zu erkennen, Männergräber meist an einer oder zwei Äxten und ein bis zwei Lanzen. Einige besonders prunkvolle Gräber gelten als die von Sippenhäuptlingen. Die Bleifigürchen, Reiter, Hengste und Vögel, wurden im Schalenguss erzeugt und auf Tongefäße geklebt.
Das Gräberfeld liegt in einer ehemaligen Schleife der Drau bei Frög in der Gemeinde Rosegg. Die direkt im Areal eingerichtete Keltenwelt Frög zeigt die Funde, darunter den Bleiwagen, und erläutert die hallstattzeitlichen Bestattungen. Die Hügel liegen im offenen Gelände, festes Schuhwerk ist daher sinnvoll; das Museum gibt vor dem Rundgang Orientierung.
Die Beigaben zeigen, dass sich Bestattungsbräuche und soziale Strukturen über die Jahrhunderte deutlich veränderten. Diese Veränderungen markieren verschiedene Siedlungsphasen und Bevölkerungswechsel in der Region.
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