Taschachferner, Alpengletscher im Pitztal, Österreich
Der Taschachferner ist ein Gletscher in den Ötztaler Alpen am Ende des Pitztals nördlich der Wildspitze (3768 m). Er besteht aus einem größeren östlichen Teil und einem in viele kleine Fragmente zerfallenden westlichen Teil, getrennt durch die Petersenspitze (3472 m) und deren Nordostgrat. Der östliche Teil umfasste 2006 eine Fläche von 5,71 km², seine Zunge endet auf etwa 2200 m nahe dem Taschachhaus.
Der Gletscher spaltete sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts in zwei unterschiedliche Abschnitte auf, die sich in der Nähe der Petersenspitze befinden. Diese Trennung markierte eine bedeutende Veränderung in der Struktur des Gletschers während dieser Zeit.
Die Gletscherzunge endet auf etwa 2200 m nahe dem Taschachhaus, einer Hütte eines Alpenvereins. Das Schmelzwasser des Taschachferners fließt über das Taschachtal und das Pitztal ab. Die Hütte dient als Ausgangspunkt für Routen auf das Eis.
Der Zugang ist über mehrere Wege möglich, darunter eine mehrstündige Wanderung von Mittelberg oder die Nutzung der Riffelseebahn Gondel von Mandarfen. Die beste Zeit für einen Besuch ist während der wärmeren Monate, wenn die Wege am wenigsten mit Schnee bedeckt sind.
Der Gletschersee am Zungenende des östlichen Taschachferners besteht erst seit 2003. Er wird vom Schmelzwasser des Eises gespeist, sein Ufer liegt auf etwa 2200 m nahe dem Taschachhaus. Der ehemalige unterste Eisbruch, der noch auf vielen Karten verzeichnet ist, ist fast komplett weggeschmolzen.
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