Synagoge Baden, Jüdischer Tempel in Baden, Österreich
Die Synagoge in Baden ist ein zweistöckiges Gebäude im Zentrum der Stadt mit einem Hauptsaal, dessen Decke von Stahlträgern und gusseisernen Säulen gestützt wird. Die Innenausstattung zeigt eine klare Aufteilung zwischen dem Betbereich der Männer und dem separaten Bereich der Frauen, wobei etwa 75 Männer und 40 Frauen Platz finden.
Das Gebäude wurde zwischen 1872 und 1873 vom Architekten Franz Breyer erbaut und entstand in einer Zeit, als Baden die drittgrößte jüdische Gemeinde Österreichs hatte. Während der Novemberpogrome von 1938 blieb das Gebäude unzerstört, da seine Lage unmittelbar neben der Feuerwache es schützte.
Der restaurierte Ort dient heute als Treffpunkt für Menschen verschiedener Glaubensrichtungen, mit Konzerten und Versammlungen, die das Gemeinschaftsleben prägen. Der Raum wird von der lokalen Bevölkerung für kulturelle Begegnungen genutzt, die über religiöse Grenzen hinausgehen.
Der Ort ist in der Regel tagsüber zugänglich, wobei die Treppe zum Obergeschoss leicht zu begehen ist und die Räume gut beleuchtet sind. Besucher sollten beachten, dass der Raum manchmal für private Veranstaltungen oder Konzerte genutzt wird, daher ist es ratsam, vorher zu prüfen, ob die Besichtigung möglich ist.
Das Gebäude war ursprünglich umgeben von enger bebauten Wohngebieten, doch die moderne Restaurierung hat seinen architektonischen Stil bewahrt und ihm neue Bedeutung gegeben. Heute erzählt die Existenz des Hauses selbst eine Geschichte von Widerstandsfähigkeit, die viele Besucher überrascht, die ähnliche Gebäude in anderen Städten nicht erhalten fanden.
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