Wohnhausanlage Friedrich-Engels-Platz, Kommunaler Wohnkomplex in Brigittenau, Österreich
Die Wohnhausanlage Friedrich-Engels-Platz ist ein großer Gemeindebau im Wiener Bezirk Brigittenau mit über 1.400 Wohnungen in mehreren miteinander verbundenen Gebäudetrakten. Die Anlage verfügt über markante Ecktürme und verzierte Balkone, die sich um begrünte Innenhöfe gruppieren.
Die Anlage wurde zwischen 1930 und 1933 nach Plänen des Architekten Rudolf Perco errichtet, einem Schüler von Otto Wagner, im Rahmen des Wiener Roten Wien-Programms. Dieses Programm hatte das Ziel, der Arbeiterklasse in der Stadt würdigen und erschwinglichen Wohnraum zu schaffen.
Tierplastiken und Mosaike von Mario Petrucci und Karl Stemolak schmücken die Eingänge und Höfe der Anlage. Diese Werke sollten den Bewohnern Freude im Alltag bringen und zeigen, wie ernst die Stadt Wien die gestalterische Qualität des Wohnungsbaus nahm.
Die Anlage ist zu Fuß leicht zu erkunden, da breite Durchgänge und offene Höfe eine gute Orientierung ermöglichen. Vor Ort gibt es auch alltägliche Einrichtungen wie einen Kindergarten, eine Apotheke und kleine Geschäfte, die den Bereich lebendig halten.
Während des österreichischen Bürgerkriegs 1934 war die Anlage Schauplatz direkter Kampfhandlungen, als Regierungstruppen das Gebäude beschossen. Im Nachgang wurden eine Kirche und ein Kriegerdenkmal in die Anlage integriert, die noch heute besichtigt werden können.
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