Täufermuseum Niedersulz, Religiöses Erbemuseum in Sulz im Weinviertel, Österreich.
Das Anabaptistismusmuseum befindet sich in einem ehemaligen Bauernhaus, das 2007 aus Wilfersdorf in das Freilichtmuseum Museumsdorf Niedersulz verlegt wurde. Das Gebäude dokumentiert das Leben einer religiösen Gruppe, die sich hier über mehrere Jahrhunderte niederließ und ihre eigenen Handwerkstechniken entwickelte.
Die Anabaptisten waren eine religiöse Bewegung, die sich im 16. und 17. Jahrhundert in dieser Region und in Südmähren ausbreitete, geschützt durch die Familie Liechtenstein. Diese Gruppen hinterließen tiefe Spuren in der lokalen Handwerkskultur und in den landwirtschaftlichen Praktiken der Weinviertel-Region.
Die Ausstellung zeigt Handwerkstechniken und religiöse Praktiken der Anabaptisten, die sich in der Region niederließen. Besonders auffällig sind die ausgestellten Keramiken, die zeigen, wie diese Gemeinschaften ihren Alltag gestalteten.
Das Museum liegt innerhalb eines größeren Freilichtmuseums, daher ist es hilfreich, für mehrere Stunden Zeit zu planen und bequeme Schuhe zu tragen. Die Öffnungszeiten sind saisonal begrenzt, also informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Termine.
Auf dem Museumsgelande gibt es einen historischen Garten, in dem noch heute Gemüsesorten angebaut werden, die diese religiöse Gruppe vor Hunderten von Jahren kultivierte. Diese lebendige Verbindung zur Vergangenheit zeigt konkret, wie die Gruppe wirtschaftet und sich selbst versorgt hat.
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