Stift Mattsee, Kloster und Museum in Mattsee, Österreich
Stift Mattsee ist ein Klosterkomplex in Österreich mit einer Kirche, deren Turm 60 Meter hochragt, sowie Museumsräumen und einem Kulturzentrum in historischen Gebäuden. Die Anlage bewahrt religiöse Architektur und Kunstsammlungen aus verschiedenen Epochen.
Das Kloster entstand um 765 durch Herzog Tassilo III als Benediktinerabtei und wandelte sich etwa um 1045 in ein Stift um. Diese Umwandlung markierte einen neuen Charakter in der religiösen Funktion der Anlage.
Der Gemeinschaft steht ein Propst mit 11 Kanonikern und bis zu vier Ehrenkanonikern vor; sie trifft sich mindestens zwei Mal im Jahr, im restlichen Jahr wirken die Kanoniker als Seelsorger in Pfarren unter dem Erzbischof von Salzburg bzw. dem Bischof von Linz. Zu den Pröpsten zählen Vinzenz Baldemair (1996–2012) und seit 2013 Franz Lusak. Im historischen Weinkeller in Mattsee verkauft das Stift die Weine seines eigenen Weinguts in der Wachau.
Das Museum ist für Besucher geöffnet und zeigt Kunstwerke sowie historische Objekte, während das Kulturzentrum regelmäßig Konzerte veranstaltet. Die Anlage hat auch einen eigenen Weinbau in der Wachau-Region mit Verkostungsmöglichkeiten vor Ort.
Im Stiftsarchiv liegt die älteste erhaltene Urkunde auf Salzburger Boden: eine Schenkungsurkunde Ludwigs des Deutschen aus dem Jahr 860. Es handelt sich um eine Urkunde, nicht um eine Handschrift. Das Museum in der ehemaligen Propstei bewahrt zudem drei Bilder von Johann Michael Rottmayr, eine astronomische Uhr und eine spätgotische Madonna.
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