Liebfrauenkirche, Kirchengebäude in Freistadt, Oberösterreich
Die Liebfrauenkirche ist ein gotisches Kirchengebäude in Freistadt, das sich außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern in der Nähe des Böhmertor befindet. Das Bauwerk besteht aus einer dreischiffigen Basilika mit schlanken Säulen, hohem Mittelschiff und charakteristischen gotischen Spitzbogenfenstern, während schmale Fenster zwischen dem Seitenschiffdach und dem Hauptdach seine ursprüngliche Herkunft verraten.
Die Liebfrauenkirche wurde erstmals 1345 erwähnt und erlitt 1422 einen verheerenden Brand durch die Hussiten, nach dem sie im gotischen Stil wieder aufgebaut wurde. Die östliche Seite wurde ab 1447 fertiggestellt, die Haupthalle folgte später, wobei die Kirche im Gegensatz zu anderen Gebäuden Freistadts nie barockisiert wurde und ihre gotischen Merkmale bis heute bewahrt hat.
Die Liebfrauenkirche war ursprünglich mit einer Friedhofskapelle verbunden und diente der Gemeinde über 500 Jahre lang als Begräbnisstätte. Sie bleibt ein Ort, an dem die Bürger von Freistadt sich zu besonderen Anlässen versammeln, um ihre Verbundenheit mit der Geschichte der Stadt zu spüren.
Der Zugang zur Kirche erfolgt durch ein großes Portal mit gotischem Spitzbogen an der Südseite, und die Innenräume sind hell und geräumig, was eine angenehme Erkundung ermöglicht. Besucher sollten wissen, dass die Kirche heute kein aktiver Gottesdienstraum ist, sondern hauptsächlich als Denkmal zugänglich ist, wo man sich Zeit für die Architektur und Fenster nehmen kann.
Eine besondere Rarität ist die sogenannte Lux Perpetua, eine gotische Steinskulptur von 1484, die ursprünglich die Gräber auf dem Friedhof beleuchtete und etwa sechs Meter hoch ist. Dieses seltene Denkmal wurde im 19. Jahrhundert restauriert und steht noch heute in der Kirche als stilles Zeugnis einer vergessenen Bestattungstradition.
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