Grünloch, Kalksteindoline nahe Lunz am See, Österreich
Das Grünloch ist eine auf 1270 m ü. A. liegende Doline am Dürrenstein-Plateau der Ybbstaler Alpen in Niederösterreich. Die Senke hat etwa 500 Meter Durchmesser, beim niedrigsten Sattel, dem Lechnergraben, einen Höhenunterschied von rund 50 Metern und einen Boden von nur etwa 100 Metern Durchmesser.
Im Zweiten Weltkrieg befand sich im Grünloch eine Versuchsstation der Wehrmacht, in der Fahrzeugmotoren auf ihre Eignung für den Einsatz in Sibirien getestet wurden. Stark verrostete Relikte aus dieser Zeit sind in der Doline noch zu sehen. Zwischen 19. Februar und 4. März 1932 wurde hier eine Temperatur von −52,6 °C gemessen.
Der Name Grünloch bezeichnet die grüne Mulde dieses Beckens in den Ybbstaler Alpen. Im Zweiten Weltkrieg betrieb die Wehrmacht hier eine Versuchsstation, in der Fahrzeugmotoren auf ihre Eignung für sibirische Bedingungen geprüft wurden; stark verrostete Relikte aus dieser Zeit sind noch zu sehen. Heute ist der Ort für seine tundraähnliche Vegetation bekannt, in der nur Pflanzen überleben, die im Winter vollständig von Schnee bedeckt sind.
Der Zugang zur Doline erfordert gutes Schuhwerk und Vorbereitung auf wechselhafte Bedingungen, besonders wenn es in die tieferen Bereiche geht. Besucher sollten beachten, dass die Temperaturen in der Tiefe deutlich unter denen der Umgebung liegen können, auch an warmen Tagen.
Die tiefste hier gemessene Temperatur betrug −52,6 °C, gemessen zwischen 19. Februar und 4. März 1932; am 25. Dezember 2003 folgten −47,1 °C. Der offizielle Kälterekord der ZAMG für Österreich liegt jedoch bei −37,4 °C, gemessen am 2. Jänner 1905 am Sonnblick-Observatorium. Solche Werte verlangen zugleich arktische Kaltluft, klaren Himmel, Schneelage und Windstille.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.809 Mitwirkenden weltweit.