Lunzer See, Natursee in Lunz am See, Österreich.
Der Lunzer See ist ein ovaler See von etwa 1.600 m Länge und 600 m Breite auf 608 m Seehöhe in einem tiefen Tal am Fuß des aus Kalkstein aufgebauten Dürrenstein (1.878 m) im Mostviertel. Sein dunkelgraublaues Wasser spiegelt die Hügel; zwei Holzpfosten mit grünem Band und eine niedrige Holzplattform stehen nahe dem Ufer im Wasser. Der Seebach durchfließt ihn, am Westufer liegen Stege, Restaurants und Bootsverleihe.
Jahrhundertelang gehörte der See der Kartause Gaming; nach deren Auflösung durch Kaiser Joseph II. Ende des 18. Jahrhunderts ging er an die Grafen Festetics über. Graf Gabor Festetics, der letzte männliche Vertreter dieser Linie, verkaufte den größten Teil des Besitzes Lunzer See an die Familie Kupelwieser.
Die Seebühne am Westufer stammt vom Lunzer Künstler Hans Kupelwieser. Jeden Juli finden dort wellenklänge, ein Sommerfestival für zeitgenössische Kunst, und das Musikfestival more ohr less von Hans-Joachim Roedelius statt. Im Winter wird die Bühne nicht herausgehoben: Ihre Pontons werden geflutet und im See versenkt, damit der Eisdruck sie nicht beschädigt.
Am Westufer liegen ein Restaurant und Bootsverleihe, ebenso die Seebühne. Das Ostufer nimmt die Biologische Station Lunz ein, die von der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur Wien und der Donau-Universität Krems betrieben wird. Der See liegt auf 608 m am Fuße des Dürrensteins; der Seebach durchfließt ihn und mündet in Lunz in die Ybbs.
Der Lunzer See ist Ausgangspunkt für die Drei-Seen-Wanderung, die zwei weitere Seen in unterschiedlichen Höhenlagen verbindet. Diese Route zeigt die verschiedenen Wasserkörper und Landschaften der Ybbstal-Alpen auf einer zusammenhängenden Wanderstrecke.
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