Hotel Métropole, Palasthotel in Innere Stadt, Österreich
Das Hotel Metropole an der Franz-Josefs-Kai 31-33 war ein sechsstöckiges Gebäude mit neoklassizistischer Architektur, das Carl Schumann und Ludwig Tischler 1873 entwarfen. Die Struktur kombinierte elegante Fassaden mit großzügigen Innenräumen, die typisch für gehobene Hotels dieser Epoche waren.
Das Hotel wurde 1942 von den Nationalsozialisten zur Gestapo-Zentrale für Wien umfunktioniert und diente als Verwaltungs- und Verhörzentrum. Das Gebäude wurde 1945 bei Bombenangriffen zerstört und später nicht wiederaufgebaut.
Der Name bezieht sich auf das kosmopolitische Flair des ursprünglichen Luxushotels, das im 19. Jahrhundert als Treffpunkt für Reisende und Geschäftsleute diente. Heute zeugt ein Gedenkort an diesem Ort von der dunklen Vergangenheit und wie die Stadt mit ihrer Geschichte umgeht.
An der Salztorgasse befindet sich ein Gedenkzentrum, das durch Voranmeldung besucht werden kann und Informationen über die Nazi-Zeit zeigt. Der Zugang ist einfach zu finden, da sich die Gedenkstätte in unmittelbarer Nähe des heutigen Leopold-Figl-Hofes an der Donau befindet.
Die Kellerbereiche unter dem ursprünglichen Gebäude enthielten Gefängniszellen, in denen Häftlinge vor ihrer Deportation in Konzentrationslager festgehalten wurden. Diese unterirdischen Räume sind heute nicht mehr sichtbar, doch ihre Geschichte wird durch die Gedenkstätte bewahrt.
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